Wissenswertes         

                                               

Abholung/Transport:
Für ein Kaninchen sollte die Transportbox nicht zu klein und nicht zu groß gewählt werden. Sinnvoll ist es eine Transportbox in ausreichender Größe für zwei Kaninchen zu wählen (wenn man mehrere Tiere hat, geht man auch
meistens mit mehreren gleichzeitig zum Tierarzt z.B. bei Impfungen). Sinnvoll ist es auch, wenn man die Transportbox
von oben öffnen kann, damit man die Minis ohne Stress in die Box, und ohne Stress aus der Box bekommt.
Wenn Sie bei uns Ihre Zwerge abholen, können Sie sich eine geeignete Transportbox oder Karton mitbringen.


Wir haben aber normalerweise auch immer einige neue Transportboxen hier, die Sie bei uns erwerben können.
Farben und Formen können dabei unterschiedlich sein! Auf dem Foto sehen Sie eine unserer "Mustertransportboxen".
Die Box ist sowohl von vorne als auch durch die Verschlüsse an den Seiten von oben zu öffnen!



Artgerechte Haltung von Kaninchen:
Kaninchen leben am liebsten in Gruppen, alleine sind sie einsam, langweilen sich und werden mitunter sogar apathisch.
Soziale Kontakte sind für Kaninchen sehr wichtig, kein Mensch oder fremdartiges Tier (wie z.B. Meerschweinchen)
kann einen Partner ersetzen. Da Kaninchen sehr bewegungsfreudige Tiere sind, kann ein Kaninchenkäfig nie groß
genug sein. Der tägliche Auslauf sollte aber trotzdem selbstverständlich sein. Ein Freigehege im Garten ist das ideale Zuhause für ein Kaninchen. Um die natürliche Neugier und den Spieltrieb zu fördern und zu unterstützen ist es wichtig den Tieren verschiedene Möglichkeiten zu bieten, sich zu beschäftigen. Dafür eignen sich besonders Wurzeln, Steine, Tunnel, Sandecken zum buddeln etc.

Backrezepte für Kaninchen:
Nager- Kipferl
Zutaten: 1 Tasse Haferflocken
               1 Tasse Kokosflocken
               1 Tasse geriebene Haselnüsse
               Rosinen, gehackte Haselnüsse,  geriebene Äpfel und Bananen
Zubereitung: alles miteinander vermengen. Falls der Teig zu trocken ist, kann man etwas Wasser hinzugeben. Die Masse zu kleinen Kipferln formen und bei 150 Grad 10-15 Minuten backen

Karotten-Plätzchen:
Zutaten für ca. 50 Stück:
100g geraspelte Karotten
2 Eier
100g gehackte Erdnüsse
100g Hirse
100g Bruchmais
100g geschälte Sonnenblumenkerne
1 EL Honig
1 EL Wasser
Zubereitung: alle Zutaten gut miteinander vermischen und  mit einem Löffel kleine Plätzchen formen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, bei 180 Grad 10-12 Minuten goldbraun backen.

ACHTUNG: diese Rezepte sind pure "Dickmacher" und dienen nicht als Hauptfuttermittel, sondern als
"Leckerli" für zwischendurch!

 

Eingewöhnung:
An den ersten Tagen sollen Sie Ihren Zwergen viel Ruhe gönnen. Überfordern Sie Ihre Kleinen nicht gleich mit zu viel
Streicheleinheiten, lauter Musik oder Staubsauger. Ca. 3 x 10 Min. täglich reichen am Anfang völlig aus.
Wenn die Häschen munter Ihren Stall/Auslauf erkunden, angefangen haben zu fressen, können Sie sich mit ihnen
unterhalten, damit sich die Kleinen an Ihre Stimme gewöhnen. Greifen Sie bitte nicht unvermittelt oder gar von oben
nach den Minis. Halten Sie ihnen erst ein mal nur Ihre Hand hin, damit sie Kontakt zu Ihnen aufnehmen können.
Danach versuchen Sie Ihre Kaninchen mit etwas Futter (Karotte o.ä.) anzulocken, geben Sie den Tieren immer
wieder die Gelegenheit sich zurück zu ziehen. Werden Sie dabei bitte nicht ungeduldig, die Eingewöhnung braucht Ihre Zeit (manchmal Tage).
Wenn Ihre Kaninchen kommen, und sich streicheln lassen, können Sie versuchen sie vorsichtig hoch zu nehmen.
Erst wenn sich Ihre Kaninchen ohne Probleme hochnehmen lassen, und Sie sich zutrauen, die Häschen auch gegen ihren Willen einfangen zu können, sollten Sie die Kleinen in Ihrer Wohnung/Haus/Garten frei laufen lassen.
Denn sonst wird es nur eine Hetzjagd, die für alle nicht sehr schön ist.

Futter:
Wir füttern derzeit (Änderungen vorbehalten) Futter von der Firma Deuka.
Unser Futter wird speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Lieblinge abgestimmt.
Unsere Zwerge erhalten bei uns Deukanin Basis Plus und Deukanin Fit Kräuter und Petersilie als Hauptfutter, regelmäßig führen wir eine Kur durch (für ca. 4 Wochen) mit Deukanin Basis plus Cocc (mit Coccidiostaticum)
Ausserdem bekommen unsere Jung- und Zuchttiere das Nösenberger-Strukturmüsli, Luzerne-Mix und verschiedene
Kräuter unter ihr Futter gemischt.

Diese Produkte können Sie bei Deukanin / Nösenberger selbst oder einem Futterhändler Ihrer Wahl beziehen.
Wir geben unseren Zwergen immer eine Startportion ihres gewohnten Futters mit, um die Eingewöhnung und
Umgewöhnung so einfach wie möglich zu gestalten.
Gerne können Sie Ihr Futter aber auch weiterhin über uns beziehen, wir haben hier Futtereimer mit Deckeln,
in denen können wir Ihnen kleine Mengen unseres Futters abfüllen.

Unsere Zwerge bekommen regelmäßig Futterpflanzen, die wir selbst ziehen zum Verzehr, Bespielen und
Vernichten ;-) Es handelt sich hierbei um eine gezogene Pflanze, die speziell von Kaninchen gut vertragen
und gerne angenommen wird. Sie fördert die Verdauung und dient selbstverständlich auch als
Beschäftigungstherapie. Gerne geben wir nachgezogen Pflanzen in einem Topf ab, einfach mal nachfragen,
die Kosten pro Topf liegen bei 3,- Euro.

Ausserdem ergänzen wir unser Futter mit Produkten von Bibo Natur: www.Bibonatur.de
gerne angenommen werden:
- Maisflocken
- Erbsenflocken
- Futterhaferflocken
- Leinsamen
- Sonnenblumenkerne
- Rosinen
- Ananaswürfel
- Gemüse-Mix
- Pastinakenwürfel
- Johannisbrot
- Kräuter-Mix
- getrocknete Erdbeerblätter und Brombeerblätter
- diverse getrocknete Blüten
diese Produkte mischen wir ebenfalls unter unser Futter

 

Giftpflanzen und unverträgliche Pflanzen:
Hier eine Auflistung von Pflanzen die für Kaninchen giftig bzw. unverträglich sind (Liste wird noch erweitert):
Giftpflanzen (in alphabetischer Reihenfolge): Aaronstab, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Azalee, Bärenklaue, Bärlauch, Berglorbeer, Blauregen, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrosen, Eiben, Einblatt, Eisenhut, Farne, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Herbstzeitlose, Holunder, Hyazinthe, Ilex, Kalla, Kornwicken, Liguster, Lilien,
Lupinie, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocken, Primeln, Robinien, Schneeglöckchen, Sommerflieder,
Tollkirche, Wacholder.
Unverträgliche Pflanzen (in alphabetischer Reihenfolge): Avokado, Hülsenfrüchte, Kohl (bläht), Porree, Schnittlauch, Steinobst, Zwiebeln.

 

Gras/Grünfutter/Heu:
Das wichtigste Futtermittel für ein Kaninchen ist Heu. Bei der Auswahl ist auf die Qualität zu achten, auf keinen Fall
sollte es verfärbt, zu staubig oder gar verschimmelt sein. Heu sollte dem Kaninchen immer in ausreichender Menge zur
Verfügung stehen.
Käuter und Gräser eignen sich ebenfalls hervorragend als Futtermittel, dabei sollte man beachten, dass sie erst nach
langsamer und gründlicher Gewöhnung in größeren Mengen verfüttert werden sollten. Dies gilt auch für jedes andere
Grünfutter wie Obst und Gemüse. Am besten eignen sich hierfür Möhren (mit Möhrenkraut), Salatblätter (in Maßen, da Salat für hohe Nitrit und Nitratwerte bekannt ist), Topinambur Blätter und Knollen, Kohlrabi, Weinblätter, Äpfel (ohne Kerne und Kerngehäuse), Gurken, Birnen, Sellerie, Fenchel, Melonen, Brokkoli, Maiskolben. 

Gemüse / Obst / Kräuter

Empfehlung

Bemerkung

Apfel

 

besonders empfehlenswert

Kerne entfernen (enthalten Blausäure)

Aubergine

nicht empfehlenswert

 

Avocado

nicht empfehlenswert

 

Ananas

nur in geringen Mengen

hilfreich bei Fellwechsel

Banane

nur in sehr geringen Mengen

 

kann zu Verstopfung führen, sehr zuckerhaltig

Broccoli

besonders empfehlenswert

 

Basilikum

besonders empfehlenswert

 

wirkt appetitanregend, beruhigend, kampflösend

Brunnenkresse

besonders empfehlenswert

 

Birne

nur in geringen Mengen

 

kann zu Durchfall führen

Blumenkohl

nur in sehr geringen Mengen

 

Blattspinat

nur in sehr geringen Mengen

 

Brennessel

besonders empfehlenswert

 

wirkt harntreibend, blutreinigend, verdauungsfördernd, regt den Stoffwechsel an

Chicoree

empfehlenswert

 

Chinakohl

empfehlenswert

 

blähend

Dill

besonders empfehlenswert

wirkt krampflösend, milchbildend, verdauunsfördernd, nervenberuhigend

Erdbeere

nur in geringen Mengen

 

Blätter können verfüttert werden, grüne Stiele entfernen

 

Eisbergsalat

 

nur in geringen Mengen

 

kann zu Blähungen und Durchfall führen

Endivien

 

nur in sehr geringen Mengen

 

wirkt galle- und harntreibend

Feldsalat

 

nur in geringen Mengen

siehe Eisbergsalat

Fenchel

besonders empfehlenswert

 

hilfreich bei Verdauungsbeschwerden, besitzt hohen Mineral- und Vitamingehalt

Gurke

 

empfehlenswert

kann in großen Mengen zum Durchfall führen, schälen

Grünkohl

nur in geringen Mengen

 

kann in großen Mengen zu Durchfall führen, gutes Winterfutter, hoher Vitamingehalt

Gurkenkraut

empfehlenswert 

 

wirkt fiebersenkend

Hibiskus

empfehlenswert

wirkt krampflösend, harntreibend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend

Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen)

nicht empfehlenswert

 

Huflattich

nur in geringen Mengen

wirkt entzündungshemmend, kann zu Leberschäden führen

Himbeerblätter

empfehlenswert

 

wirkt beruhigend, schleimlösend, blutreinigend, gebärmutterstärkend (bei Trächtigkeit)

Hirtentäschelkraut

 

nur in geringen Mengen

wirkt wehenfördernd (sollte nicht an trächtige Häsinnen verabreicht werden)

Himbeere

nur in geringen Mengen

 

Hagebutte

nur in geringen Mengen

 

enthält frisch oder getrocknet viel Vitamin C

Heidelbeere

nur in geringen Mengen

Blätter und Äste können verfüttert werden

Honigmelone

nur in geringen Mengen

Schale und Kerne entfernen

Johannisbeeren

 

nur in gringen Mengen

siehe Heidelbeere

Johanniskraut

nur in geringen Mengen

 

wirkt kreislaufstabilisierend und appetitanregend

Kirsche

nur in geringen Mengen

 

Kern entfernen

Kiwi

nur in geringen Mengen

schälen, hilfreich bei Fellwechsel

Karotte

 

besonders empfehlenswert

gutes Winterfutter

Kohlrabi

nur in geringen Mengen

stark blähend

Karottenkraut

 

nur in geringen Mengen

sehr kalziumhaltig

 

 

Kartoffel (roh)

nicht empfehlenswert

sehr stärkehaltig

Knollensellerie

besonders empfehlenswert

schälen, gutes Winterfutter

Kohlrabiblätter

 

nur in geringen Mengen

siehe Kohlrabi

Kürbis

nur in sehr geringen Mengen

schälen, keine Zierkürbis füttern

Kamillenblüten

empfehlenswert

 

wirkt verdauungsfördernd, entzündungshemmend, entblähend, entkrampfend, wundheilend

Klee

nur in geringen Mengen

wirkt blähend

Knoblauch

 

nur in sehr geringen Mengen

 

 

wirkt entblähend und entspannend

 

Koriander

empfehlenswert

wirkt entblähend, entkrampfend und gegen leichten Durchfall

Kerbel


besonders empfehlenswert

 

Liebstöckel

empfehlenswert

wirkt verdauungs- und wehenfördernd

Löwenzahn

 

besonders empfehlenswert

 

wirkt blutreinigend, appetitanregend, milchbildend, entschlackend

 


Mandarine

nur in sehr geringen Mengen

 

 

Kerne und Schale entfernen

 


Mais

nur in geringen Mengen

sehr kalorienreich

Möhren

besonders empfehlenswert

 

siehe Karotten

Melisse

 

empfehlenswert

wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd, schmerzstillend

Mairüben

besonders empfehlenswert

enthält viele Vitamine und ist verdaulich

Mangold

 

nur in geringen Mengen

hoher Oxalsäureanteil

Majoran

nur in geringen Mengen

 

 

wirkt entkrampfend und harntreibend

Oregano

besonders empfehlenswert

wirkt verdauungsfördernd und lindert Atemwegserkrankungen

 

Petersilie

besonders empfehlenswert

siehe Hirtentäschelkraut

Pfefferminze

empfehlenswert

 

wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend, schmerzstillend - nicht an trächtige Häsinnen geben

 

Paprika

nur in geringen Mengen

Kerne und Strunk entfernen

Porree

nicht empfehlenswert

 

Pastinake

 

besonders empfehlenswert

gutes Winterfutter

Petersilienwurzel

besonders empfehlenswert


gutes Winterfutter

Radieschen(-grün)

nur in sehr geringen Mengen

 

 

sehr scharf

Romanesco

 

nur in geringen Mengen

siehe Eisbergsalat

Rhabarber

nicht empfehlenswert

 

Rosenkohl

nur in sehr geringen Mengen

siehe Eisbergsalat

Rote Beete

 

nur in sehr geringen Mengen

 

Rote Tomate

nur in geringen Mengen

alles Grüne wegschneiden (GIFTIG) kann auch zu Durchfall führen

Rosmarin

besonders empfehlenswert

wirkt appetitfördernd, verdauungsfördernd und stärkt den Kreislauf

Salbei

besonders empfehlenswert

 

 

wirkt entzündungs- und durchfallhemmend, verdauungsfördernd und abstillend - nicht an trächtige, säugende Häsinnen

Sauerampfer

besonders empfehlenswert

wirkt verdauungsfördernd, fiebersenkend und blutbildend

Schnittlauch

nur in geringen Mengen

 

wirkt aufgasend

Spitzwegerich

besonders empfehlenswert

wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, keimtötend, reizlindernd

Spargel

nur in geringen Mengen

wirkt stark harntreibend

Schwarzwurzel

nur in geringen Mengen

wirkt stark harntreibend

Staudensellerie

besonders empfehlenswert

gutes Winterfutter

Steckrübe

besonders empfehlenswert

gutes Winterfutter

Sonnenblume

empfehlenswert

nur die Blätter der Pflanze

Thymian

besonders empfehlenswert

wirkt schleimlösend, hustenreizstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd

Topinambur

besonders empfehlenswert

wirkt verdauungsfördernd, enthält viele Mineralien, Spurenelemente, Vitamine

Vogelmiere

besonders empfehlenswert

wirkt blutreinigend, stoffwechselfördernd, juckreizstillend

Zitronenmelisse

besonders empfehlenswert

wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd, bakterienhemmend, pilzhemmend und schmerzstillend

Zuccini

empfehlenswert

 

Zwiebel

nicht empfehlenswert

 

 

Homöopathie:
Die meisten Tierhalter vermeiden gerne unnötige Tierarztbesuche und herkömmliche Medikamente, die oft mit Nebenwirkungen verbunden sind. Wir haben hier mal eine Sammlung verschiedener homöopathischer Mittel und plfanzlicher Mittel zusammen gestellt. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass im Zweifelsfall oder im Notfall
immer ein Tierarzt zu befragen ist, eine Ferndiagnose ist nicht möglich, bitte wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt
oder die nächste Tierklinik.
Je mer Symptome Sie bei Ihrem Tier erkennen, umso einfacher ist es, das richtige Medikament zu finden.
Geben Sie zuerst fünf Globuli, an der Reaktion Ihres Tieres können Sie erkennen, ober es das richtige Medikament war.
Verschlechtern sich anfangs die Symptome, und tritt dann eine Besserung ein, können Sie sicher sein, dass Sie das
richtige Medikament gewählt haben.
Meistens reicht schon eine einmalige Gabe aus, um den Gesundheitszustand Ihres Tieres deutlich zu verbessern, sollte
dies nicht der Fall sein, geben Sie bitte nochmals fünf Globoli.
Falls weiterhin keine deutliche Besserung eintritt, bzw. sich der Zustand des Tieres verschlechtert, begeben Sie sich umgehend zu einem Tierarzt.

Appetitlosigkeit: belaubte Eichenzweige und Rinden, Löwenzahn, Wermut
Blähungen: Fenchel, Kümmel, Leinsamen, Carbo vegetabilis, Nux vomica
Durchfall: Brombeerblätter, Erdbeerblätter, belaubte Eichenzweige, Chamomilla, Ferrum ph. Mercurius
Husten: Thymian, Huflattich, Belladonne D4
Milchmangel: Anis, Brennessel, Fenchel, Himbeerblätter
Schnupfen: Thymiantee oder Tropfen, Echinacea Tropfen, Ferrum phosphor D12
Verstopfung: Fenchel, Kamillentee, Leinsamen, Wermut
Wunden/Verletzungen: Ringelblumen- und Arnikasalbe, Arnica, Belladonna, Calendula, Hamamelis

Kastration:
Sollten Sie sich für ein Pärchen entschieden haben, oder auch für zwei Rammler, ist wichtig, dass die Buben
kastriert werden. Bitte auch, wenn es zwei Rammler sind beide kastrieren lassen, leider leben viele in dem Irrglauben,
dass es reicht, einen der Beiden kastrieren zu lassen.
Bei einem Bub und einem Mädel ist darauf zu achten, dass der Rammler rechtzeitig kastriert wird, damit es nicht zu ungeplantem Nachwuchs kommt. Es ist nach der Kastration (falls die Häsin schon geschlechtsreif ist) eine Quarantänezeit von sechs Wochen einzuhalten.
Wir empfehlen eine Frühkastration (zwischen der 10. und 12. Lebenswoche) vor der Geschlechtsreife.
Danach kann der kleine Rammler direkt wiede zu seinem Partner/Partnerin und bleibt somit nicht lange alleine.
Wenn Sie sich also für ein Geschwisterpaar entschieden haben, ist es unbedingt notwendig, dass Sie sich rechtzeitig
einen Tierarzt suchen, der den/die Rammler frühkastriert. Nur so können Sie eine Quarantände vermeiden.
Der kleine Rammler wird so auch gar nicht anfangen seine Umgebung zu markieren.

 

Kokzidiose bei Kaninchen:
Die Kokzidiose gehört zu den bedeutendsten parasitären Erkrankungen des Kaninchens, da sie praktisch in jeder Haltungs- und Nutzungsform vorkommt.
Kokzidien sind Einzeller, die in den Zellen der Darmschleimhaut (Darmkokzidiose) oder den Gallengängen (Leberkokzidiose) schmarotzen. Sie entwickeln sich in einem mehrphasigen, komplizierten Zyklus, an dessen Ende so genannte Oocysten mit dem Kot ausgeschieden werden. Diese reifen innerhalb von ein bis sechs Tagen in der Einstreu und werden dann als infektionstüchtige Stadien von den Tieren aufgenommen. Für Jungtiere stellt das verschmutzte Gesäuge der Häsin eine gefährliche Infektionsquelle dar.
Viele Kaninchen sind mit den Erregern der Darmkokzidiose latent infiziert, d.h. sie scheiden die Erreger in großen Mengen aus, ohne selbst zu erkranken. Kommt es jedoch zu einer Belastung der Tiere durch Infektionen, Transportstress oder Fütterungsfehler, bricht die Krankheit aus.
Bei geringem Befall verläuft die Erkrankung symptomlos. Sind aber ausgedehnte Darmschleimhautbezirke durch die Erreger entzündet, kann die Nahrung nicht mehr richtig verdaut und ausgenutzt werden. Die erkrankten Tiere verlieren an Gewicht und leiden unter schleimigen bis blutigen Durchfall. Ist die Darmflora geschädigt, können sich auch bakterielle Infektionen ausbreiten, die mit starker Gasbildung im Darm einhergehen. Jungtiere erkranken am schwersten. Unter ihnen kann die Sterblichkeitsrate bis 100% betragen.

Bei der Leberkokzidiose stehen eine ausgeprägte Entzündung der Gallengänge und eine Leberschwellung im Vordergrund. Damit verbunden ist eine schwere Störung des Allgemeinbefindens. Die Tiere magern ab, Durchfälle sind aber selten. Bei dieser Form der Kokzidiose sind ältere Tiere stärker betroffen als Jungtiere. Nach einem Krankheitsverlauf von mehreren Wochen, kann auch die Leberkokzidiose tödlich enden.
Durch mikroskopische Kotuntersuchung weist der Tierarzt die Erkrankung nach. Zur Therapie werden Sulfonamidpräperate eingesetzt. Der Infektionskreislauf muss durch gründliche Käfighygiene und Desinfektion unterbrochen werden. Die in der Heimtierhaltung übliche Einstreu muss täglich ausgewechselt werden. Eine gründliche Käfigdesinfektion mit kochendem Wasser tötet Oocysten zuverlässig ab.

Die in die Umwelt abgegebenen Oocysten sind sehr widerstandsfähig, so dass die Einschleppung in einen kokzidienfreien Bestand nicht nur über zugekaufte Tiere, sondern auch über Frischfutter und mangelhaft gereinigte Futternäpfe und Käfige erfolgt. Größtmögliche Sauberkeit ist zur Vorbeugung besonders wichtig. Grünfutter und Heu sollten grundsätzlich nicht mit der Einstreu in Berührung kommen und über Futterraufen angeboten werden.
Für neu zugekaufte Tiere empfiehlt sich zunächst die Unterbringung in einem separaten Käfig, bis eine Kotuntersuchung die Kokzidienfreiheit bestätigt oder eine erfolgreiche Behandlung durchgeführt ist.

(aus: www.tieraerzteverband.de)

 

Kräuter-, Pflanzen- und Gräserkunde:
Hier haben wir für Euch einige Kräuter und Pflanzen mit ihren Wirkstoffen zusammen geschrieben:

Basilikum: wirkt appetitanregend, kranmpflösend und beruhigend
Birkenblätter: wirken harntreibend, entwässernd und entgiftend, sie regen den Stoffwechsel an
Borretsch (Gurkenkraut): wirkt fiebersenkende und hilf bei Husten, Ekzemen und Hautausschlägen
Brennessel: wirkt harntreibend, blutreinigend, entschlackend und verdauungsfördernd. Regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und fördert die Blutbildung
Brombeerblätter: wirken beruhigen, schleimlösend und blutreinigend. Auch anzuwenden bei leichtem Durchfall
Dill: wirkt appetitanregend, milchbildend, krampflösend, verdauungsfördernd und nervenberuhigend. Ausserdem stärkt er das Immunsystem
Estragon: wirkt harntreibend, appetitanregend, entblähend und verdauungsfördernd
Frauenmantel: wirkt beruhigend, entzündungshemmend, blutreinigend, blutstillend und wundheilend
Fichtensprossen: wirken entzündungshemmend, schleimlösend und keimabtötend
Gänseblümchen: wirken stoffwechselanregend, schmerzlösend, krampflösend, appetitfördernd und blutreinigend.
Sie fördern die Wundheilung
Geißkraut: wirkt milchbildend
Hibiskus: wirkt leicht abführend, krampflösend, harntreibend, bludrucksenkend, entzündungshemmend und antibakteriell
Himbeerblätter: wirken beruhigend, schleimlösend, blutreinigend und gebährmutterstärkend (während der Trächtigkeit)
Hopfenblüten: wirken beruhigend und appetitanregend
Huflattich: wirkt entzündungshemmend, selten geben, da große Mengen zu Leberschäden führen können
Johanniskraut: wirkt appetitanregend, beruhigend
Kamillenblüten: wirken verdauungsfördernd, entzündungshemmend, entblähend, entkrampfend und wundheilend
Kerbel: wirkt blutreinigend, entwässernd und stärkt den Magen
Kornblumenblüten: wirken harntreibend und bei leichten Magen-Darm-Beschwerdern
Koriander: wirkt entblähend, appetitfördernd, entkrampfend und bei leichtem Durchfall
Kresse: wirkt appetitanregend und blutreinigend, bitte nur in kleinen Mengen anbieten!
Liebstöckel: wirkt verdauungsfördernd und wehenfördernd. Achtung! Nicht an trächtige Häsinnen verfüttern!
Lindenblätter: wirken stark harttreibend, deshalb nur in kleinen Mengen verfüttern!
Löwenzahn: wirkt blutreinigend, harntreibend, appetitanregend, milchbildend, entschlackend und regt den Stoffwechsel an
Majoran: wirkt entkrampfend
Malve: wirkt lindernd bei Husten oder Entzündungen
Melisse: wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd, bakterienhemmend, pilzhemmend und schmerzstillend
Minze: wirkt appetitanregend, keimtötend, verdauungsfördernd, krampflösend, schmerzstillend, entzündungshemmend, schleimlösend, desinfizierend, abstillend und durchblutungsfördernd.
Achtung! Nicht an trächtige und säugende Häsinnen verfüttern, da die Milchbildung verringert wird!
Oregano: wirkt verdauungsfördernd und bei Erkrankungen der Atemwege
Petersilie: wirkt harntreibend, appetitanregend, krampflösend und wehenfördernd. Achtung! Nicht an trächtige Häsinnen verfüttern!
Ringelblumenblüten: wirken entzündungshemmend, appetitanregend, blutreinigend und krampflösend
Rosenblätter/-knospen: wirken blutreinigend, durchfallhemmend und stärken das Herz-Kreislaufsystem
Rosmarien: wirkt appetitfördernd, verdauungsfördernd und stärkt den Kreislauf
Salbei: wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, durchfallhemmend, keimtötend, verdauungsfördernd und
abstillend. Achtung! Nicht an trächtige und säugende Häsinnen verfüttern, da die Milchbildung verringert wird!
Sauerampfer: wirkt verdauungsfördernd, fiebersenkend und blutbildend
Schafgarbe: wirkt appetitanregend, entkrampfend, wehenfördernd, durchfallhemmend und verdauungsfördernd.
Achtung! Nicht an trächtige Häsinnen verfüttern!
Schlüsselblume: wirkt harntreibend und bei Atemwegserkrankungen
Sonnenblumenblüten: wirken fiebersenkend
Spitzwegerich: wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, keimtötend, reizlindernd und
schleimlösend
Taubnessel: wirken entzündungshemmend, entkrampfend, fiebersenkend, blutreinigend und verdauungsfördernd
Thymian: wirkt schleimlösend, hustenreizstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd und antibiotisch
Topinambur: wirkt verdauungsfördernd, enthält viele Minieralien, Spurenelemente und Vitamine
Vogelmiere: wirkt blutreinigend, stoffwechselfördernd und juckreizstillend
Weidenblätter: wirken entzündungshemmend, fiebersenkend, und schmerzstillend
Weißdorn: wirkt durchblutungsfördernd und herzstärkend
Wermut: wirkt appetitanregend, entblähend, krampflösend, verdauungsfördernd und durchfallhemmend
Zitronenmelisse: wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd, bakterienhemmend, pilzhemmend und schmerzstillend


Wasser:
Selbstverständlich benötigen Kaninchen wie alle anderen Lebewesen auch Wasser.
Dies sollte täglich frisch angeboten werden, in den warmen Sommermonaten sollte man es mehrmals täglich wechseln, um eine Besiedlung mit Keimen und Bakterien zu vermeiden. Am besten eignet sich eine Trinkflasche, da Wassernäpfe
oft umgeschmissen oder verureinigt werden.

 

Wer passt zusammen?
Irrtümlich werden oft Meerschweinchen und Kaninchen zusammen gehalten, weil das Gerücht um geht, es wäre die beste Zusammenstellung um Nachwuchs zu vermeiden. Das mit dem Nachwuchs mag wohl stimmen. Leider sprechen
Meerschweine und Kaninchen zwei ganz verschiedene Sprachen, die oft zu Missverstädnissen führen. Man sollte die Verbindung Meerschwein - Kaninchen möglichst vermeiden, es sei denn in einem großen Auslauf, wo von jeder Rasse mindestens zwei Tiere gehalten werden.

2 Häsinnen: diese Kombination kann mit eintreten der Geschlechtsreife zu schweren Machtkäpfen führen. Viele Mädels sind echte Zicken, natürlich gibt es hier auch Ausnahmen. Meiner Meinung nach vertragen sich zwei Weibchen recht gut, wenn sie von klein auf zusammen gehalten werden. Hier regelt sich viel über den Platz, zwei Etagen im Stall mit viel Auslauf, und diese Kombination ist meistens durchführbar.
Fazit: möglich, aber nur mit genügend Platz und Ausweichmöglichkeiten

2 Rammler: oft heißt es, dass zwei Rammler sich nie vertragen, auch das ist nicht wahr. Bei zwei Rammlern ist wichtig zu beachten, dass beide frühkastriert werden. Rammler werden mit ca. 4 Monaten geschlechtsreif, darum sollte die Kastration auf jeden Fall vorher durchgeführt werden. Eine Frühkastration gibt leider auch keine Garantie, dass es immer gut geht, aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher, dass sich die Tiere verstehen. Auch hier gilt:
es regelt sich viel über den Platz.
Viele haben Angst vor den Kosten wenn man zwei Rammler kastrieren lässt, aber mal ehrlich, wenn man zwei Häschen hat, und sie sich gar nicht verstehen, hilft zur Not nur ein zweiter Käfig/Stall, und das wird letztlich teurer.
Bitte vor der Kastration bei den Tierärzten wegen den Preisen nachfragen. Durch verschiedene Regionen, Narkosemittel usw. schwanken die Preise stark (zwischen 20 und 80 Euro). Einfach mal nachfagen, auch ob es bei zwei Häschen einen "Rabatt" gibt.
Fazit: ich finde es die beste Zusammenstellung, da zwei Jungs eine echte "Männerfreundschaft" entwickeln können.
Rammler sind meiner Meinung nach etwas ruhiger und umgänglicher.

1 Rammler - 1 Häsin: wegen der Angst vor Nachwuchs, haben viele vor dieser Kombination Angst. Auch hier gilt, um Nachwuchs zu vermeiden - Frühkastration! Diese Zusammenstellung geht meistens gut und ist oft sehr harmonisch.

Letztendlich hängt bei allen Varianten viel vom Charakter der einzelnen Tiere ab. Viel regelt sich wirklich auch über den Platz und die Ausweichmöglichkeiten, die den Tieren zur Verfügung gestellt werden. Eine Garantie gibt es nie, aber es gibt viele Möglichkeiten Probleme zu vermeiden oder zu beheben.

 

Zähne:
Um die Zähne unserer kleinen Freunde dauerhaft in Form zu halten ist eine regelmäßig Kontrolle notwendig.
Man muss darauf achten das Kaninchen immer die Möglichkeit zum nagen und benagen haben, da die Zähne dauerhaft wachsen und so zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme führen könnten. Am besten geeignet sind Zweige von Obst und Nussbäumen. Diese können selbstverständlich mit Blättern und Knospen gereicht werden.
Hartes Brot eignet sich nicht für den Abrieb der Zähne, da es zu schnell aufweicht und dann eher eine Kalorienbombe
darstellt.


krank ...

   


© 2007 by traumkaninchen.de • powered by Studio Leidner